Das „Schwarze Marack“

Zwischen 1870 und 1960 etwa, damals als noch jeder Bauernhof ein paar Schweine fütterte, war das „Bunte Bentheimer“ das beliebteste Schwein in Mittel- und Norddeutschland. Das gleiche galt, im gleichen Zeitraum, für das „Schwäbisch-Hällische Landschwein“ (das Mohrenköpfle) in Süddeutschland. Beide Rassen zeichneten sich durch überdurchschnittliche Fleischqualität aus. Mit Beginn des „Wirtschaftswunders in Deutschland“ in den späten 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, und der fortschreitenden Industriealisierung der Landwirtschaft und der Tierhaltung, wurden die beiden Rassen innerhalb 20 Jahren vollständig ausgemustert. Grund: Ihr Fleisch „wuchs“ zu langsam für die Anforderungen der Landwirtschaftsindustrie und die Billigfleischwünsche der Konsumenten. Nur der Starrköpfigkeit einiger weniger Landwirte ist es zu verdanken, dass kleine Populationen der beiden Rassen in das 21. Jahrhundert gerettet werden konnten. Heute sind beide Rassen in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen, und werden von Grillprofis wegen Ihres zart marmorierten Fleisches überaus geschätzt und teuer bezahlt. Dass beide Rassen einmal miteinander eingekreuzt wurden, darüber wissen weder die Fachliteratur noch das Internet etwas. Wir habens gemacht. Und obwohl beide Rassen für sich schwarze und weiße Hautfärbungen aufweisen, sind die Ferkel der beiden Rassen, gegen unsere Erwartungen, überwiegend (oder vollständig) schwarz eingefärbt. Also haben wir uns erlaubt, Ihnen einen eigenen Namen zu geben, der sich aus den drei Anfangsbuchstaben des Familiennamens und den drei Anfangsbuchstaben der Vornamen unserer Kinder Mara, Maron und Marin zusammensetzt. Das “Schwarze Marack“ war geboren.